FrühlingsJäckchenKnitAlong 2018 – Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne

Es ist mal wieder soweit. Auf dem Blog des MeMadeMittwoch startet der jährliche FrühlingsJäckchenKnitAlong und nachdem ich im letzten Jahr tatsächlich pünktlich fertig geworden, allerdings ein ungeliebtes und damit ungetragenes Stück produziert habe, kann es ja theoretisch nur besser werden.

Heute ist das erste Treffen, in dem es um Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne geht. Wenn ich ehrlich bin, habe ich diesbezüglich gar nichts beizutragen. Eigentlich liebe ich es Zeitungen zu wälzen, Pläne zu schmieden und gestrickte Traumschlösser zu bauen, aber ich hab so gar keinen Spass daran, wenn ich sie nicht wenigstens ansatzweise umsetzen kann.

Schuld sind meine Selbstschutzmaßnahmen zur Vermeidung von Ufos und wahllosen Wollkäufen. Wenn ich ein großes Projekt begonnen habe, wird das nächste große Projekt erst begonnen, wenn ich mit dem ersten Projekt fertig bin. Das betrifft auch konkrete Planungen zum nächsten Projekt, da ich gern Wolle kaufe und schon mal vorsorglich … und wenn ich mit Projekt eins fertig bin, schon wieder vergessen habe, was ich in Projekt zwei geplant, bzw. bereits Projekt drei im Kopf habe, was dazu führt, das ich zwei erst mal schiebe. Um es kurz zu machen, meine Lagerkapazität ist begrenzt und meine Zeit ebenfalls, drum zwinge ich mich zur Disziplin und bekomme am Ende alles fertig, was ja auch irgendwie glücklich macht.

Wozu erzähle ich das alles? Mein Projekt steht bereits seit einer Weile fest. Die Wolle ist gekauft und ich habe auch bereits angefangen. Ich weis natürlich, das dies ganz schön geschummelt ist, aber es passt sehr gut dazu und da ich mit dünnen Nadeln stricke, werde ich Schwierigkeiten haben zum Finale der Herzen entsprechend weit zu sein um gekleidet teilzunehmen.

Nun zum Projekt an sich. Das Jäckchen vom letzten Jahr hat es ja wie bereits beschrieben nicht aus dem Kleiderschrank heraus geschafft. Nicht gefallen hat mir damals , das ich die Jacke zu locker gestrickt hatte und sie dadurch irgendwie komplett lappig wirkt. Ein zweites Problem war die Passform. Ich hatte wenn ich mich recht entsinne, nicht wirklich eine Anleitung und mir zwischendurch das Nachmessen gespart.

 

Inzwischen bin ich schlauer und hatte mir gleich nach dem FJKA17 einen Grundschnitt entwickelt und eine entsprechende Anleitung gebastelt. Die Empfehlung zur Nadelstärke auf der Garnbanderole ignoriere ich seither erfolgreich und richte mich nach dem Strickbild.

Ein Lieblingsjäckchen ist bereits entstanden und wurde im Sommerurlaub im Juli fertig. Da ich furchtbar gern auf bewährtes zurückgreife, hier mein Model hinsichtlich des Schnittes:

Beibehalten, werde ich die Länge der Jacke, geändert wird Farbe und Muster und Ärmellänge.

Bei der Verwendung der Garne bin ich noch langweiliger als beim Schnitt. Ich verstricke ausschließlich Garne von Drops. Warum? Einfach, weil DropsDesign eine konsequent gleiche Qualität und Farbpalette vorhält. Ich habe mich durch fast alle relevanten Garnsorten durchgestrickt und weis genau, mit welchem Garn ich auf die Nase falle und mit welchem nicht. Da es in Berlin nur beschränkt Wollläden mit Dropsgarnen gibt, kann ich fast blind im Internet bestellen und erlebe keine Fehlkäufe.

Bei der neuen Jacke wird es Drops Alpaca in hellcamel. Gestrickt mit Nadelstärke 2.

Das bringt hinsichtlich der Haptik und des Strickbildes ein sehr viel schöneres Ergebnis, wie man im nachfolgenden Vergleichsbild sehr gut sehen kann.

Das Frühlingsjäckchen2017 und die blaue Jacke im Vergleich.

Das neue Jäckchen bekommt diesmal ein Muster. Genaues dazu dann aber bei den nächsten Treffen.

Blöderweise strickt es sich deutlich langsamer wenn das Garn und die Nadeln dünn sind. Ich hoffe daher, das es mir keine wirklich übel nimmt, wenn ich über meine größte Hürde bereits gesprungen bin und die Ärmel beide fast fertig sind. Bei meinem derzeitigen Stricktempo dürfte ich voraussichtlich im Frühsommer fertig sein. Ich hoffe ich bin etwas schneller und Reihe mich am 06.05.2018 beim Finale der Herzen ein.

Ein herzliches Dankeschön an die beiden Organisatorinnen Sylvia und Malou.  Am 18.02.2018  – „Projektvorstellung: Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen “ geht es dann hoffentlich weiter.

10 Gedanken zu „FrühlingsJäckchenKnitAlong 2018 – Inspirationsquellen, in Frage kommende Anleitungen und Garne

  1. Schade, dass es deine 2017er Jacke nicht aus dem Kleiderschrank hinausgeschafft hat. Ich finde es aber absolut verständlich, denn wenn du dich nicht wohlfühlst, nützt auch die schönste Farbkombination nichts. Ist es möglich die Jacke zu ribbeln und noch einen Versuch zu wagen?

    Seit einiger Zeit bin ich auch konsequent beim Stricken: Ich habe maximal 2 Projekte auf den Nadeln: Ein Kleinteil (z.B. Socken) bzw. etwas zum Mitnehmen (ich stricke viel unterwegs) und ein größeres bis großes Projekt oder wahlweise eins, bei dem ich mich sehr konzentrieren muss. Seitdem bin ich auch nicht mehr so gefrustet beim Anblick des Strickkorbes, sondern habe häufiger das gute Gefühl etwas geschafft zu haben.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg beim Stricken deiner Jacke und drücke dir die Daumen, dass du doch zum Finale fertig bist – vor allen Dingen wünsche ich dir aber eine Jacke mit der zu zufrieden bist.

    LG

    1. Lieben Dank für die netten Wünsche. Ich plane schon lang die alte Jacke aufzuribbeln. Im Moment liegt sie aber so schön flach im Kleiderschrank und verstopft nicht mein Wollregal. Ich denke aber das sie eine Neuauflage in einem der nächsten Projekte erleben wird. Liebe Grüße Rike

  2. Der Zeitplan ist ja recht straff, da kann es nicht schaden schon mal etwas Vorlauf zu haben. Ich bin auch so eine Lockerstrickerin und nehme immer viel kleinere Nadeln als angegeben um ein schönes Maschenbild zu erhalten.
    Liebe Grüße
    Sylvia

    1. Ach Danke! Das beruhigt mich ein wenig. Die Jacke ist schon so lang geplant, das sie kein „echtes“ FJKA-Projekt ist. Passt aber trotzdem gut rein und so hab ich etwas Druck das gute Stück auch zeitnah fertig zu bekommen. Liebe Grüße Rike

  3. So ein kleines bisschen eher anstricken ist mit zweier Nadeln schon erlaubt ;-). Ich nehme auch fast immer eine Nadelstärke weniger als empfohlen und entscheide nicht nach Banderole, sondern danach, ob sich das Gestrick für mich richtig anfühlt.
    Herzliche Grüße,
    Malou

  4. Die Ärmel sehen ja schon mal vielversprechend aus. Nadelstärke 2 fordert natürlich viel Fleiß, sieht aber auf dem Foto tatsächlich toll aus. Ich bin wirklich gespannt auf die restliche Jacke. LG Angela

  5. Das Muster, das auf den Ärmeln zu erkenne ist, finde ich super und die Farbe ist total mein Ding.
    Ich bin ein wenig neidisch. Ich stricke zumindest größere Sachen immer noch sehr eng an Anleitungen, weil ich Angst habe mich hinterher zu ärgern (was durchaus auch mit Anleitung vorkommt 😀 ). Aber man verpasst dann ganz viel eigene Kreativität.
    Ich bin gespannt wie es bei dir weitergeht.

  6. Die Ärmel sehen schon mal sehr schön aus. Ich mag es in der Regel auch lieber etwas fester gestrickt, sowobl von der Optik als auch der Haptik. Dazu muss ich sagen, dass mein FJKA-Projekt eher locker gestrickt wird und das passt auch zur Jacke.
    Ich habe in der Regel nur ein großes Projekt auf den Nadeln und dann 1-2 kleinere zum Mitnehmen.
    LG, Andrea

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