Was so dabei herauskommt, wenn man denn mal Ruhe hat

Es ist ja schon ein ganz schön langes Weilchen her, das ich über mein Treiben im handwerklichen Sinne geschrieben habe. Nicht das hier der Eindruck entstanden ist, ICH würde faulenzen… . Nein! Fleissig war ich schon, allein zum schreiben, hatte ich kurzfristig keine Lust mehr, da mein an sich recht großer Bildschirm halbseitig zu flimmern begann. Klar, eine Hälfte geht auch, aber irgendwann fand ich das so nervig das mich komplett die Unlust überkam, überhaupt noch was zu machen.

So nun ist ein das Bildschirmproblem behoben und es kann weitergehen. Was gibt es neues an der handwerklichen Front?

Ich habe einiges genäht, vieles gestrickt und… tatata!… im Urlaub in einer ruhigen Minute festgestellt, das der Blog erweitert werden muss. Neben meinen Strick- und Häkeleien und den verzweifelten Versuchen mir mal was Anständiges auf den Leib zu nähen, gibts da noch zwei Dinge die inzwischen lautestens nach Öffentlichkeit rufen.

Zum einen ist es so, das ich einmal in der Woche zum töpfern gehe. Angefangen hat das ganze mal damit, das ich es nicht undumm fand, wenn ich an einem Abend in der Woche meinem Liebsten die Kinderlein überhelfe und mir ein fetziges Leben mache.

„Liebe auf den ersten Blick“ war das nicht. Ton ist  kein Material, an dem man sich ewig abpusseln kann, irgendwann ist er trocken und dann macht es einfach keinen Spass mehr. Man sollte auch im Voraus Wissen wohin man eigentlich möchte. Also eher nichts für mich.

Glasieren aber…, da kann man sich so richtig austoben. Es ist zwar nicht so ganz einfach ein Gefühl für die einzelnen Farben zu entwickeln, da sie ungebrannt ganz anders aussehen als am Endprodukt und dazu bisweilen noch lustig „laufen“, was wiederum ganz putzig aussehen kann, aber eben auch manchmal schiefgeht. Inzwischen bin ich richtig stolz auf meine Produkte und deswegen müssen die jetzt hier mit rein.

3 Sinnfreie aber wunderschöne Keramikfliesen (Ausschnitt)
3 Sinnfreie aber wunderschöne Keramikfliesen (Ausschnitt)

Was hier auch noch fehlt, ist mein Garten. Nicht das es da was zum stolz sein gibt, hier sind es die eher praktischen Erwägungen.

Als wir uns vor ca. 10 Jahren ein kleines Häuschen nebst Gartenland zulegten, war ich eigentlich ganz guter Hoffnung und freute mich auf die Gartenarbeit. Das Kindlein, damals noch klitzeklein, sollte lernen, das Obst und Gemüse nicht zwangsläufig aus dem Supermarkt kommen muss und dann war da noch Großmütterchens alter Pfarrgarten, gespeist mit den schönsten Kindheitserinnerungen, der zum nachahmen einlud.

Manches ist schon schön, wenn auch nur im Detail
Manches ist schon schön, wenn auch nur im Detail

Ich hab mir Bücher gekauft, Pläne geschmiedet, umgegraben, Beete angelegt und Unkraut gezupft. Stück für Stück kam die Ernüchterung. So ein Garten braucht viel Zeit. Meine Zeit und vor allem Kontinuität. Beides war nicht gerade im Überfluss vorhanden, dem ersten Kind folgte das zweite und als ich nach Ende der Elternzeit wieder arbeiten ging, war der Gang in den Garten nur noch Frust und der Versuch dem Unkraut einhalt zu gebieten, an Gestaltung war absolut nicht mehr zu denken.

Irgendwann gab ich auf und es folgte die große Gartenkrise, indessenfolge ich maximal noch Rasen mähte und Stück für Stück den Arbeitsaufwand durch Rückbau der Beete niedrig hilt. Glücklich war ich damit nie.

Inzwischen hab ich etwas mehr Zeit und steck nun immer in der Zwickmühle. Garten? oder doch lieber nähen? Gewonnen hat bisher immer nähen, auch weil ich nicht so recht wuste, was ich im Garten eigentlich erreichen will.

Inzwischen hab ich eine ungefähre Vorstellung wie ich den Garten gestalten möchte. Wir waren nämlich grad zwei Wochen in Schweden und das war so schön ruhig und die Landschaft so entspannt harmonisch, das ich versuchen werde mir einen Teil des Gartens, der praktischer Weise ganz abgeschieden hinter den Garagen liegt, in einen Naturgarten zu verwandeln, der an die schwedische Landschaft rund um unser Urlaubshaus erinnert.

Im Moment hab ich hinter den Garagen auch Naturgarten, allerdings wächst da fast nur eine Pflanzensorte, nämlich wilder Hopfen. Aufgabe bis zum Ende des Herbstes: aufräumen und Platz schaffen. Ob das Berichte mit Erfolgmeldungen werden, oder doch nur eine Dokumentation des Versagens, wird sich zeigen. Seid gespannt..

Eure Rike

 

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