#brotundbutter – Finale, Oohhh jeeee!

Mit einem enormen Sprint in der letzten Woche schaffe ich es doch noch ins Finale vom BrotundButter – Sew Along, veranstaltet von Frau Siebenhundertsachen, der ich hier ganz herzlich für Idee und Organisation danken möchte.

Eigentlich hatte ich aufgegeben. Ich bin eigentlich mit gefühltem Fuß auf dem Bremspedal gestartet und hatte mir einen schaffbaren Plan gemacht, mit viel Luft nach oben und unten. Einige wenige Sachen, obwohl ich viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeel mehr brauchen kann. Im Kleiderschrank herschte karge Ödnis. Nicht eingeplant hatte ich die dicke fette blöde sch…k…d…-Grippe die meine gesamte Familie, inklusive meiner, für ganze 3!!!! Wochen, komplett aus dem Verkehr gezogen hat. Im Anschluß an die Grippewelle, gabs dann Schulferien und die Nadel stand still, der Frust türmte sich Haushoch. Letzten Sonntag dann, Finaleröffnung und siehe da so ganz allein war ich dann doch nicht. Nicht das mir das Leid anderer Kraft gibt, aber es hat mir dann noch mal Schwung gegeben doch noch teilzunehmen, auch wenn ich viel weniger geschafft habe als erhofft.

Also was war noch mal geplant?

  • zwei langärmelige Shirts,
  • ein Baumwollhemd,
  • eine Kniebundhose,
  • eine leichte Strickjacke/Weste
  • eine Jacke für den Übergang
  • eine Kochschürze, damit ich mir die neuen Sachen nicht gleich wieder am Herd ruiniere

Manches viel der Zeit zum Opfer. Von der Kniebundhose verabschiedete ich mich schon früh, zu wenig Zeit, zu wenig Erfahrung mit den schönen alten PRAMO-Schnitten. Die Jacke für den Übergang viel meiner Vergesslichkeit zum Opfer. Ich musste überraschend im Urlaub Ersatz, für die am heimischen Garderobenhaken vergessene Winterjacke besorgen. Auf die Kochschürze hatte ich irgendwie keine Lust.

Geschafft habe ich tatsächlich:

Ein (zwei) langärmeliges Shirt(s)

TwoShirts
Burda 9/2015 Modell132A

Ich habe, da ich den Schnitt nicht kannte, zuerst ein Probeteil genäht (das dunkelblaue rechte im Bild). Wegen mangelnder Stoffqualität nur zum schlafen geeignet, aber immerhin. Das türkise Shirt ist aus Sweatshirtstoff genäht. Ich mag Jersey zwar lieber, daber ich bin auch fürchterlich verfroren und da war das ein akzeptabler Kompromis. Ich habe den Schnitt meinen Besonderheiten angepasst und bin total zufrieden und glücklich. Es ist nicht besonders auffällig aber immerhin, nicht grau und es steht mir, ich fühle mich wohl.

Fazit: Davon gerne mehr. Ganz viel!

Kein Baumwollhemd, dafür 2 Versuche

Pramo 1/79, Model 7
Pramo 1/79, Model 7

Wieder ein Pramoschnitt aus den 70`ern. Vielleicht habe ich mir hier ertwas zu viel vorgenommen. Für mich nähe ich noch nicht lang, genaugenommen bin ich auf diesem Gebiet ein blutiger Anfänger. Erschwerend kommt hinzu, das Abpausen – Zuschneiden – Nähen, bei mir unweigerlich zu einem frustrierenden Ergebnis führt. Mehrfache Schnittänderungen zur Firguranpassung sind notwendig um eine absolute Wohlfühlklamotte zu produzieren. Es fing damit an, das der Schnitt aus der PRAMO nur als Eingrößenschnitt vorlag. Natürlich nicht in meiner. Also …

  1. Schritt: Schnitt vergrößern. Hat irgendwie geklappt. Puh!
  2. Schritt: Probemodel nähen. Anprobieren und frustriert aufheulen. Kurz gesagt, am Hals zu eng, an den Schultern total schief, am Rücken zu lang, am Bauch sackartig seltsam.
  3. Schritt: Schnittanpassung am Papierschnitt  (Rückenlänge einkürzen, sowie abfallende Schulterpartie nach vorn neigend)
  4. Schritt: Nähen und im Anschluß anprobieren. Grrrrrrrrrrrrrrr! Schulter ist immer noch nicht richtig, liegt aber am Schnitt ich sollte meine Schultern nicht optisch verlängern, das sieht seltsam aus; Bauchbereich immer noch sackartig! Alles irgendwie Neeeeeee!
  5. Schritt: Brustabnäher von unten kommend eingefügt um die Sackoptik abzuschwächen, Länge geändert (das Original ist am unteren Saum gerade geschnitten, ich habe das ganze angeschrägt, sah irgendwie besser aus)
  6. Schritt: festgestellt das ich vorn doch zu heftig eingekürzt habe und deshalb beschlossen, das ich mir aus dem Reststoff eine kurze Hose dazu nähen werde und dann einen ganz passablen Schlafanzug habe,mit den schönsten Knöpfen die sich inder Knopfkiste finden ließen.

Fazit: Ich habe viel gelernt, ich kann jetzt Hemden nähen (gar nicht so schwer), das weite Feld der Schnittänderungen ist etwas heller. Mehr Mut zum Experiment. Optisch verbreiterte Schultern gehen gar nicht.

Ich werd an dem Schnitt dranbleiben, auch wenn man das Original am Ende nicht mehr erkennen wird. Trotzdem schade um den gestreiften Baumwollstoff, der ist echt schön. Leider war es Restverkauf. Schluchz!

Gestrickte Weste – auch zwei Versuche

Pramo 10/76, Model 18
Pramo 10/76, Model 18

Auch hier wieder viele Erfahrungen mit alten Schnittmustern gesammelt. Ja! Schnittmuster! Eine echte Anleitung wie ich sie so kenne gabs nicht. Stattdessen eine Schnittmusterzeichnung in der falschen Größe und eine kurze Beschreibung der Wollqualität und der Muster. Am Bünchen 3 rechts, 2 links, sonst glatt rechts. Das wars.

Also erst Schnitt anpassen, Probeteil stricken und Anleitung schreiben. Soweit kein Problem. Ich hasse zusammennähen, deswegen habe ich das erste Teil in einem Stück gestrickt. Das Ergebnis war optisch schön, aber es passte nicht. Rutschte immer von der Schulter. Also noch mal. Diesmal Halsausschnitt kleiner geplant, Schultern angepassen, Rücken eingekürzt und in drei Teilen gestrickt. Das Ergebnis ist passender. Der Reißverschluss gefällt mir nicht wirklich, und sie ist Alltag, von vorn bis hinten. Aber das war ja hier auch Ziel. Ihren Zweck erfüllt sie hervorragend, kombiniert mit einem dicken fetten Wollpullover ist mir dann tatsächlich auch mal warm geworden.

Fazit: Zufrieden.

Das von Frau Siebenhundertsachen ausgerufene Ziel für den heutigen Tag:

„Keine Temperatureskapaden, keine Waschrückstände können uns mehr etwas anhaben. Wir haben was anzuziehen…“

habe ich leider verfehlt. In meinem Kleiderschrank herrscht immer noch gähnende Leere, im Keller laufen die Waschmaschinen rund um die Uhr. Aber, insgesamt hab ich manches gelernt. Das war mein erster Sew Along und der Termindruck tut gut. Das Schrittweise vorgehen, durch die Themenvorgaben an den einzelnen Terminen hat mein inneres Chaos gut im Schach gehalten. Ich werde dem Brotund Butter-Thema noch ein Weilchen treu bleiben, allein weils muss. Aber jetzt ist erst mal Pause und ich wende mich einem eben so brisanten Thema im Schrank zu. Einladung zur Konfirmation und alle Weiber im Haushalt haben gaaaaar nichts anzuziehen. Verdammt da muss was geschehen….

In der Hoffnung das alles gesund bleibt und auch Ihr liebe Leser und Leserinnen gesund und munter den Frühling durchschreitet.

Rike

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