Archiv für den Monat: Februar 2017

MMM – FJKA 2017 – Erste Runde

Jetzt noch mal für Uneingeweihte. Auf dem MeMadeMittwoch wird ab jetzt gestrickt. Seit Sonntag kann man sich zum FrühlingsJäckchenKnitAlong 2017 anmelden.

Das ist natürlich was für mich. Stricke ich doch stets und ständig und überall. Na und Jacken kann ich sowieso ständig gebrauchen. Der Zeitplan ist mehr als überschaubar bis zum Finale am 14. Mai ist ja noch lange lange hin (den genauen Zeitplan findet Ihr Hier)

Hier und Jetzt, zum ersten Treffen, sind Ideen, Inspirationen und Überlegungen gefragt. Stellt sich mal wieder die Frage:

Was will ich und Frühlingsjacke was ist das eigentlich?

Na ist doch klar. So ein locker leichtes Wolljäckchen, was noch Sonnenstrahlen auf die Haut lässt und einen trotzdem vor der Frühlingskühle schützt. Praktischer Weise passt sie super unter die Regenjacke, falls denn doch mal wieder Wasser vom Himmel fällt.

Was nehm ich da für Wolle?

Ähm?! Ich hab da noch ne Kiste mit diversen Alpaca Knäulen in den verschiedensten Farben zu je max. 200g. Ja, ja! ich weis, da wird es schwer passende Anleitungen zu finden. Drum starte ich mit einer Kombi aus Rot/Weiß. Ich fürchte aber das mir das nicht steht. Finds aber nun mal schick und bis vor kurzem dachte ich auch grün sieht an mir doof aus. Und? Ist gar nicht so schlimm (dazu komm ich dann aber andermal).

Und wie sieht die Jacke nun aus?

So richtig Zeit zum stöbern hatte ich ja noch nicht. Inspirationen sammle ich oft bei DropsDesign, des öfteren in meinen alten Zeitschriftensammlungen und meinem Bildchenfunduns den ich mir über die Zeit im Internet zusammengesammelt habe. So ein bischen vorstellen könnte ich mir das Model „City Stroll by Drops Design“

Wobei ich die Idee von mit dem Wickeljäckchen auch nicht so schlecht finde, vor allem weil ich schon ein Weilchen damit spiele. Also doch eher etwas in Anlehnung an „Mother Sea by Drops Design

Na ich darf ja noch bis Sonntag überlegen und die alten Zeitschriften werden auf jeden Fall noch gewälzt, denn dann treffen sich alle zum zweiten Treffen und präsentieren den „Konkreten Plan“.

Bis dahin…

Verlinkt: beim MMM – FJKA 2017

 

Fasching in Berlin

Fasching ist so gar nicht meins. Verkleiden! Buäh! Mochte ich schon als Kind nicht so richtig.

Was dagegen aber richtig fetzt und saumäßig Spaß bringt ist der Fasching meiner Kinder. Die ersten Kostümideen kommen meist schon im November, werden im Januar konkreter und eine Woche vor dem Termin noch mal umgeworfen. Das ist dann der Moment, in dem ich hecktisch die Stoffvorräte durchwühle, Stoffbestellungen aufgebe und die Nähmaschine zum qualmen bringe.

In diesem Jahr hatte ich eigentlich geplant aus dem Fundus zu schöpfen, da sich beruflich einiges ergeben und ich wenig Lust auf den Faschingsstress hatte.

Irgendwie ist der Plan dann aber gründlich schief gegangen. Mein Sohn wollte gern als Harry Potter gehen und auf keinen Fall den Hexenhut seiner Schwestern wieder verwerten und da wir auch keinen passenden Mantel hatten, musste der auch noch schnell genäht werden. Das große Tochterkind, wollte als Gespenst, ganz klassisch im Bettlaken…. Na gut, geht ja schnell. Und dann kam das kleine Tochterkind  auf die Idee, das Batman der Knaller wäre. Beim großen gelben M, gabs zur Juniortüte die Maske und den Rest aus der kleinen Schneiderwerkstatt.

Es hat Spaß gemacht. Eigentlich bin ich ja nicht so der Jersey-Näher. Mit meiner ersten Maschine, einem Montagsmodel aus dem Hause Singer, sah das Ergebnis einfach nur furchtbar aus und so blieb das mulmige Gefühl, wenn Jersey ins Spiel kommt. Eigentlich Grundlos, aber eben noch nicht überwunden.

Batman in Webstoffen ging dann aber wirklich nicht und so bestellte ich mit leicht flauem Gefühl im Magen, dunklen Baumwolljersey und da Batman, ja zu den Supertypen gehört auch Folienjersey, damit es glänzt. (Folienjersey finde ich ja noch respekteinflößender als Bauwolljersey, aber was muss, das muss.)

Heute kam die Mail, das mein Stoffpaket an den Versender übergeben wurde. Aha! Lieferzeit von 3 – 6 Werktagen bedeutet für mich ja eigentlich, das es spätestens am sechsten Tag da ist und nicht, das es am achten versendet wird. Gott sei Dank schwante mir bereits am Freitag, dass da was schiefgeht und so spurtete ich flott mit dem Auto zu „Berlins Welt der Stoffe“, um dann etwas irritiert vor der verschwundenen Halle zu stehen. Ein Blick ins Internet und die Erleuchtung: „Sind umgezogen“. Also weiter ins Stammhaus zu HüCo an der Jungfernheide und da gab´s dann alle Dinge die ich benötigte, sofort und zum anfassen. Wieso bestell ich Doofnase eigentlich im Internet?

Samstag gab´s dann Accordnähen von 12 bis 24 Uhr und heute TaDa! ein stolzes Kind in der Kita.

Wie hab ich´s gemacht?

Das Kostüm besteht aus 5 Einzelteilen.

T-Shirt, nach einem Schnitt aus der Ottobre 6/2016. Da das Model 11. Crazy Frog & Black Cat eher weit geschnitten ist, habe ich es zwei Nummern kleiner zugeschnitten und nur die Länge in der richtigen Größe beibehalten. Batman Logo ist natürlich selbstgebastelt. Dafür habe ich mir einfach ein Bild aus dem WWW gemopst, die Umrisse auf „Bügelpapier für Applikationen“ (heisst das so?) übertragen und dann die Stoffe aufeinander geklebt. Da ich vermute das man Folienjersey eher nicht bügeln sollte, habe ich das ganze beim Bügeln in Baumollstoffe eingehüllt. An den Ärmeln hab ich dann noch die Armstulpen angenäht (auf den Baumwolljersey drauf und fertig).

Die Hose ist ebenfalls Ottobre, diesmal aus der 1/2016, die Slimleg Leggins. Ebenfalls mit den typischen Beinstulpen in blauem Folienjersey.

Batmans Überhose ist nach einem Schnitt aus der Ottobre 6/2015, die Unterhose Ms Girly, Nr. 16B. An die Unterhose habe ich einen ca. 7 cm hohen Bund aus schwarzem Baumwolljersey angesetzt und als Gürtelschlaufen die Taschenattrappen angenäht.

Der Gürtel ist ebenfalls aus Folienjersey, aber eine andere Qualität, als der blaue Jersey. Auf der Rolle im Geschäft stand groß „NUR DEKO“ drauf und mangels Alternativen und unschlagbar günstigem Preis (4 €/m) war ich mutig und nahm ihn mit. Nachdem meine Tochter mit einem Rest gespielt hatte, wusste ich warum man den besser nicht dehnt. Um das Einreißen der Folie zu vermeiden, hab ich ihn einfach mit Vliesline unterfüttert

Der Mantel ist frei entworfen. Außen wieder der blaue Folienjersey, innen schwarze Baumwolle. Vorn mit Klett geschlossen. Damit es am Hals nicht so zerrt, gab´s heute morgen noch selbstklebenden Klett ans T-Shirt.

Abschließend stelle ich fest, das ich meine Jersey-Phobie dringend überdenken sollte. So schlimm ist es nicht. Selbst der Folienjersey hat echt Spaß gemacht, schon weil er so schön funkelt. Gott sei Dank muss ich das Kostüm noch mindestens ein mal nähen, da mein Sohn doch heftig neidisch war und sich sicher wie Bolle freut, wenn er auch noch ein Exemplar bekommt. Als Konfrontationstherapie sozusagen. Naja und die fehlenden Shirts in meinem Schrank therapieren dann den Rest.

Und weil heut Dienstag ist geht das ganze jetzt noch zu DienstagsDinge und zum Creadienstag, zwei wöchentlichen Schaufenstern der Creativen Bloggemeinde.