Archiv für den Monat: Januar 2017

grau ja grau sind alle meine Kleider

Vor ca. einem Jahr führte Siebenhundertsachen den schönen Brot und Butter Sewalong durch. Mein Ziel war damals meine optisch doch heftig durchs praktische dominierte Kleidung gezielt auch mal etwas farbiger zu gestalten. „Weniger Maus, mehr Frau“.

Tja und was ist daraus geworden? Am Ende die Erfahrung das ich mich in grau doch irgendwie am wohlsten fühle. Tja ich könnt mich jetzt verfluchen, mir selbst die Ohren langziehen und die Haare ausraufen oder einfach die Gegebenheiten akzeptieren und anstatt mit Farben zu experimentieren, mich schlicht auf die Gestaltung konzentrieren und am Ende Wohlfühlklamöttchen in den Schrank sortieren. Mach ich jetzt so.

In diesem Sinne sind in den letzten Wochen ein paar Sächelechen enstanden. Gerade vorgestern mein schönes neues Strickjäckchen. Mein Liebster hat mich zwar furchtbar verspottet, da er doch tatsächlich meint, man braucht nicht wirklich 5 dicke Strickjacken. Tja daran erkennt man den Ahnungslosen. Na klar braucht man das. Denn erstens sind es nur 4 Strickjacken und ein Mantel und zweitens hat die eine Jacke eine Kaputze und ist folglich für draußen, wenn es nicht mehr warm und aber auch noch nicht so kalt ist und die zweite ist weniger schön aber dafür sehr warm und außerdem kann man da prima die Stricknadeln und Sicherheitsnadeln und auch noch andere Nadeln  feststecken, weswegen das eben meine Arbeitsjacke für das Nähzimmer ist. Die dritte ist das Probeteil für die neueste Jacke, die sollte eigentlich zu den schicken Jacken gehören, ist aber irgendwie am Ziel vorbeigeschossen, tja und die vierte ist eben perfekt, das was ich wollte.

So nun aber mal von vorn. Weil Pullover mir oft zu warm sind, ich in T-Shirts allein aber schnell friere, brauche ich irgendwas, was schnell an und unkompliziert wieder ausgezogen werden kann. Logisch! Da kommen eigentlich nur Jacken in Frage. Weitere Randbedingungen sind, hüftlang, damit sie auch unter die Winterjacken passen, 3/4 Ärmel, weil ich eh immer hoch krempel und mich die „Wurscht“ in der Armbeuge unangenehm einschnürt. Halbwegs schön wär natürlich auch noch gut.

Da ich überhaupt gar keine Lust hatte mir selbst etwas auszudenken, hab ich fröhlich im Archiv  von Drops Design gestöbert und bin  da dann auch fündig geworden. Als Grundlage habe ich den Winter Wine Cardigan gewählt, eine Nummer größer, da er auf dem Foto sehr knapp geplant wirkte. Der erste Versuch erstmal exakt nach Anleitung, in dunkelrot (Regeln sind zum brechen da), mit bischen grau als Muster. Sie ist nicht schlecht, aber irgendwie bin ich nicht glücklich, die Blenden ringeln sich nach innen, was unpraktisch ist, da ich Jacken auch gern offen trage. Dann ist sie schlicht zu lang und passt nicht unter meine Winterjacke. So richtig schick find ich sie auch nicht. Es ist eine klassische Hausjacke. Nicht schlecht, aber eben nicht was ich will. Die wird jetzt Schreibtischjacke, da friere ich auch immer leicht und dann muss ich nicht erst aufstehen und suchen.

Das zweite Model ist auf der Grundlage der ersten Jacke entstanden. Das Halsbündchen ist kraus rechts gestrickt und ich habe bereits ab der 2. Reihe mit den Raglanzunahmen begonnen. Die Blende habe ich etwas verbreitert, um das hässliche Einrollen zu verhindern. Hat Gottseidank was genützt.

Dann weiter nach Anleitung. Ärmel eingekürzt und am Bündchen (kraus rechts) die Reihenzahl des Halsbündchens verdoppelt.

Das Rumpfteil ist Schnitttechnisch im Grunde wieder nach der original Anleitung gestrickt. Für den unteren Abschluss habe ich die Reihenzahl des Bündchens dann vervierfacht, ausgerechnet wie breit es werden wird und ab der Hüfte hochgerechnet, ab wann ich den Musterwechsel beginne. Da ich aufgesetzte Taschen überhaupt nicht mag, sind die Taschen im Musterübergang versteckt. Knöpfe dran und fertig.  Insgesamt gefällt sie mir sehr gut, im Rücken kommt sie mir etwas kurz vor, stört mich aber nicht wirklich. Davon wird es sicher noch zwei drei weitere geben. Man will ja schließlich auch mal wechseln und grau hat viele Nuancen.

Weil ich zur Zeit im Strickwahn fiebere, gibt’s obendrauf noch meine Lieblingsmütze und um die Beine Stulpen in meinem momentanen Lieblingsmuster. Natürlich in grau, was sonst.

Die Mütze ist aus Drops Alpaca nach eigenem Entwurf gestrickt und so fluffig leicht und weich, das ich oft vergesse sie abzusetzen.

Die Stulpen sind ebenfalls selbst entworfen, hier wiederholt sich das Muster der Mütze, und verwendet habe ich, wie auch bei den beiden Jacken von Drops das Garn Nepal.

So und nun kommt das tollste: Icke beim MemadeMittwoch. Absolute Premiere. So lange geplant und dann kam immer was dazwischen. Zuletzt mein Festnetzanbieter, der mir das selbe abgeklemmt hat, warum auch immer, weis er offensichtlich selbst nicht so genau. Egal. Mein Liebster kann Smartphone in Hotspots verwandeln und uralte Rechner an dieselben anschließen und nun ist es nach zwei Monaten doch tatsächlich möglich, wieder am Bloggerleben teilzuhaben. Und ich hatte doch sooooooo viele Beitragsideen und nicht nur das, auch sooooo viel geschafft…., Hol ich alles nach. Versprochen!