Archiv für den Monat: März 2016

#brotundbutter die dritte – Zwischenstand

Es ist wieder soweit, der dritte Termin ist ran. Siebenhundertsachen läd zum Zwischenstandsbericht. Läuft es gut,bin ich im Plan? Oder bin ich stecken geblieben, weiß ich nicht weiter, habe ich alle Pläne über den Haufen geworfen und gänzlich neu angefangen? Oder bin ich gar schon fertig?

Was soll ich sagen: von allem ein bischen, außer fertig!

Kurz zur Erinnerung. Geplant war:

2 Langarmshirts, 1 Baumwollhemd, 1 Kniebundhose, 1 Strickjacke/Weste , eine Jacke für den Übergang und eine Kochschürze

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Geschafft habe ich bisher, die beiden Langarmshirts und die Weste. Wobei das eine von den Langarmshirts, das Probeteil war. Erst war ich nach frustvollem nähen überraschend angetan, aber inzwischen wird es wohl doch eher den Schlafshirts zugeteilt werden. An sich ist es super, aber der Stoff ist über die Maßen fusselmagnetisch und da ich gern und viel Wolle trage, seh ich immer aus, als hätte ich 5 haarende Katzen geflauscht und das geht gar nicht. Trotzdem, der Schnitt passte super und so hab ich gleich im Anschluss das im Bild linke blaugrüne Shirt genäht.

Shirt:

Bei dem Shirt handelt es sich um einen Burdaschnitt (Burda 9/2015 Modell132A) den ich meinen individuellen Maßen in einem Anfall von Experimentierfreude angepasst habe. Das mach ich jetzt öfters, da es am Ende überraschend einfach ging. Es ist schon ein interessant anderes Tragegefühl, wenn nix zwickt und kneift (bisher hab ich überwiegend für die Kinder genäht, da musste ich nicht ändern. Nicht das hier der Eindruck entsteht ich nähe mir kneifende Klamöttchen ;-)).

Da hier noch (fast) fetter Winter ist, hatte ich mich für einen leichten Sweatshirtstoff entschieden, den es bei mir um die Ecke im Woll- und Stoffladen gab.

Wie man dem Bild ansehen kann, hat das Shirt bereits einige Wäschen hinter sich und hängt entweder an mir oder auf den Leine. Ein echter Brot und Butterklassiker.

Diesen Abschnitt würde ich als halbfertig bezeichnen. Das Probestück zählt nicht wirklich und wenn ich ehrlich bin, wäre ich mit den geplanten 2 Shirts maximal am Anfang eines langen Weges, als am Ziel.

Weste:

Auf dem Bild ebenfalls gut zu sehen, die Weste (nach einem Pramoschnitt/Anleitung von 1976).

Hier habe ich einen für mich sehr typischen Klassiker produziert. Mir war klirrend kalt und ich wusste ich hab demnächst drei Tage auf dem Sofa gewonnen, da mir einen kleine Fuss-OP bevorstand.

Die erste Hürde stand mir in Form der Anleitung bevor. Es gab eine etwas ungefähre schriftliche Anleitung hinsichtlich der Nadel- und Garnstärke, eine kurze Beschreibung der Muster und die gezeichneten Einzelteile auf dem Schnittmusterbogen in der falschen Größe. Ich habe mich also an das Schnittmustergewirr gewagt und den Schnitt vergrößert. Maschenprobe angefertigt und dann die Anleitung geschrieben. Da ich so furchtbar ungern gestrickte Teile zusammen nähe habe ich beschlossen, in einem Stück zu stricken. Alles war in der Planung fertig und dann wurde die OP verschoben. Mental unfähig, zeitlich umzudisponieren habe ich mich trotzdem auf dem Sofa plaziert und die Weste hecktisch, innerhalb von drei Tagen, am Stück runtergestrickt.

Wenn mir kalt ist sollte ich nicht stricken. Ich guck nicht rechts, nicht links und am Ende rutscht es von den Schultern. So geschah es auch dieses Mal, der Halsausschnitt weicht erheblich vom Original ab und ist schlicht zu weit. Egal es geht, wenn es auch nicht optimal aussieht. Ich werde sicher im zweiten Anlauf schlauer sein, an den mach ich mich aber erst später, wenn ich mein Oberteildefizit behoben habe.

Baumwollhemd/-bluse:

Auch hier ein Pramoschnitt von 1979. In der Pramo gab es nur Eingrößenschnitte und was mir gefällt ist meist zu klein oder zu groß. Auch hier musste ich viel abändern und anpassen. Zugeschnitten habe ich bereits, wenn auch vorerst nur fürs Probestück. Erhöhte Schwierigkeiten stehen mir dann beim nähen bevor, denn eine genaue Anleitung gibt es nicht. Schnittmuster, techn. Zeichnung und Modelfoto, das wars. Da ich noch nie in der Form eine Bluse genäht habe, wird es spannend bleiben, da ich vorhabe die Bluse so zu nähen, das sie auch von innen gut aussieht. Ich bin aber guten Mutes und hoffe bald die Zeit zum nähen zu finden. Stoff für den Endschnitt habe ich bereits gekauft.

Kniebundhose war bereits beim letzten Treffen weggefallen.

Jacke für den Übergang:

Hier gab es eine überraschende Wendung. Wir waren zum Skilanglaufen in Tschechien. Kurz vor der polnischen Grenze ist mir dann eingefallen, das mein Jacke noch daheim am Haken hängt. Verdammt!

Ich hatte zwar eine etwas wärmere Stoffjacke eingepackt, aber die war nicht Wetterfest. Passenderweise kamen wir dann bei einem Stadtausflug an einem netten Geschäft vorbei, das zusätzlich auch noch gnadenlos reduziert hatte. Kurz: Ich hab jetzt ne neue Jacke, die den Ansprüchen an eine Übergangsjacke locker gerecht wird. Jacke entfällt vorerst, auch weil mir bei Betrachtung der technischen Zeichnung der gewählte Schnitt nicht mehr gefiel und ich mich eh noch umorientieren wollte.

Bleibt last but not least die Kochschürze auf die ich grade überhaut gar kleine Lust habe. Keine Ahnung wohin sich das entwickelt.

Zusammenfassend stelle ich fest das ich bisher weniger geschafft habe als geplant, obwohl ich meinen Plan eigentlich schon mit straff gezogener Handbremse festgelegt hatte. Zusätzlich ziehe ich grade mit dem Nähzimmer um und das Kleine Kind hat am Ende des Monats Geburtstag (auch hier harren noch 2 angedachte Projekte ihres Beginns). Im Moment bin ich glaub ich froh, wenn ich das Baumwollhemd noch soweit in trockene Tücher bekomme, das der Schnitt am Ende passt und noch ein zweites Shirt fertig wird. Da aber genau bei den Oberteilen der größte Bedarf besteht bin ich insgesamt zufrieden. Das Brot und Butter nähen wird sich bei mir sicher noch über das gesamte Jahr ziehen (und noch weiter…)

Wie es bei den anderen aussieht, sieht man hier

Liebe Grüße

Rike