Archiv für den Monat: März 2016

Platz ist in der kleinesten Hütte

Und schon wieder ist eine Woche um. Eigentlich hatte ich vor gestern über meine BrotundButter-Fortschritte zu berichten, zumindest, hatte ich mir das in der letzten Woche so überlegt. Viel geschafft hatte ich ja noch nicht und der Plan war für die letzte Woche: „Nähen, nähen, nähen!“

Aber wie es immer so ist, meistens kommt es anders und so kam es auch diesmal. Genäht habe ich nichts, dafür habe ich eine Woche mit Grippe in der fiesesten Form auf dem Sofa verbracht. Ganz erholt bin ich noch nicht, aber immerhin, ich kann bereits wieder am Computer sitzen und so berichte ich einfach von meinem kleinen Nebenbeiprojekt.

Wie bereits im letzten Beitrag am Rande erwähnt, bin ich mit meinem Nähzimmer umgezogen. Das kleinste Kind braucht einen Raum, wir demzufolge ein neues Schlafzimmer und so durfte ich jetzt meine Sachen packen und mit meinem Nähkram das Arbeitszimmer verlassen.
Meine Mann hat in den letzten Monaten Unmassen von Latten, Platten und Brettern zersägt, gefühlt tausend Schrauben verbohrt um aus unserer alten Veranda, noch ein Räumchen herauszukitzeln. Ich stand daneben und wusste nicht so Recht ob ich das nun gut oder nicht so gut finden soll. Im alten Arbeitszimmer hatte ich mich respektabel auf 18m² ausgebreitet und wenn man mich ließe würde ich locker eine Halle (oder auch zwei) mit meinem Hobby ausfüllen. Der einzigste Wehmutstropfen im alten Zimmer war, das ich immer die nicht erledigte Steuererklärung und die wuchernde Ablage vor Augen hatte. Das kann einem einen Nährausch total vermiesen.

Das bleibt nun zukünftig aus, die Steuererklärung seh ich nicht mehr, denn sie passte glücklicherweise nicht mit rein. Ab jetzt gehts minimalistisch zu ich hab mich verkleinert auf 6,8m². Ich habe tagelang gegrübelt wie man einen so kleinen und dann auch noch so extrem schmalen Raum optimal einrichtet und ich bin ziemlich Stolz, das ich mich noch ganz anständig drehen und wenden kann.DSCN3690Im hinteren Bereich, die Bücher, die Schnittmuster und die kleinen Stoffreste. Davor der zukünftige Schneidetisch, aus drei kleinen Kallaxregalen von Ikea, voll mit Kisten, gefüllt mit Stoffen und Wolle, davor die Näbank, mit der Maschine und dem kleinen Nähkram.

Ich hätte ja nie gedacht das ich mein Zeug tatsächlich unterkriege und es sah auch ein Weilchen so aus als wäre es nicht zu schaffen. Der neue Raum wurde voller und voller, nur der alte irgendwie nicht leer, aber inzwischen ist Land in Sicht. Blöderweise hat mein Mann beim Umräumen festgestellt das ich viel zu viel Stoff besitze (stimmt gar nicht!) und eine Stoffkaufsperre verhängt. Ich hab ihm zwar schnell Bilder von anderen Bloggern und deren Nähzimmern und vor allem deren Stoffbergen gezeigt, aber er bleibt hart. Na gut… aber nur kurz.

Jetzt fehlen noch ein paar Haken und Dosen für Schere und Co und die den Raum abschliessende Wand mit Tür (die helle Leiste am Boden vorn im Bild markiert schon mal die Lage). Die hängt im Moment noch in der Designkonzeptschleife meines Mannes fest. So lang sitz ich in der Puppenstube und hoffe das er sich bald für einen Türhersteller entscheidet.

Ab jetzt ohne Aussicht auf Ablage und Steuerordner, ab morgen rattert die Nähmaschine…

Liebe Grüße Rike