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MMM – FJKA 2017 – Erste Runde

Jetzt noch mal für Uneingeweihte. Auf dem MeMadeMittwoch wird ab jetzt gestrickt. Seit Sonntag kann man sich zum FrühlingsJäckchenKnitAlong 2017 anmelden.

Das ist natürlich was für mich. Stricke ich doch stets und ständig und überall. Na und Jacken kann ich sowieso ständig gebrauchen. Der Zeitplan ist mehr als überschaubar bis zum Finale am 14. Mai ist ja noch lange lange hin (den genauen Zeitplan findet Ihr Hier)

Hier und Jetzt, zum ersten Treffen, sind Ideen, Inspirationen und Überlegungen gefragt. Stellt sich mal wieder die Frage:

Was will ich und Frühlingsjacke was ist das eigentlich?

Na ist doch klar. So ein locker leichtes Wolljäckchen, was noch Sonnenstrahlen auf die Haut lässt und einen trotzdem vor der Frühlingskühle schützt. Praktischer Weise passt sie super unter die Regenjacke, falls denn doch mal wieder Wasser vom Himmel fällt.

Was nehm ich da für Wolle?

Ähm?! Ich hab da noch ne Kiste mit diversen Alpaca Knäulen in den verschiedensten Farben zu je max. 200g. Ja, ja! ich weis, da wird es schwer passende Anleitungen zu finden. Drum starte ich mit einer Kombi aus Rot/Weiß. Ich fürchte aber das mir das nicht steht. Finds aber nun mal schick und bis vor kurzem dachte ich auch grün sieht an mir doof aus. Und? Ist gar nicht so schlimm (dazu komm ich dann aber andermal).

Und wie sieht die Jacke nun aus?

So richtig Zeit zum stöbern hatte ich ja noch nicht. Inspirationen sammle ich oft bei DropsDesign, des öfteren in meinen alten Zeitschriftensammlungen und meinem Bildchenfunduns den ich mir über die Zeit im Internet zusammengesammelt habe. So ein bischen vorstellen könnte ich mir das Model „City Stroll by Drops Design“

Wobei ich die Idee von mit dem Wickeljäckchen auch nicht so schlecht finde, vor allem weil ich schon ein Weilchen damit spiele. Also doch eher etwas in Anlehnung an „Mother Sea by Drops Design

Na ich darf ja noch bis Sonntag überlegen und die alten Zeitschriften werden auf jeden Fall noch gewälzt, denn dann treffen sich alle zum zweiten Treffen und präsentieren den „Konkreten Plan“.

Bis dahin…

Verlinkt: beim MMM – FJKA 2017

 

grau ja grau sind alle meine Kleider

Vor ca. einem Jahr führte Siebenhundertsachen den schönen Brot und Butter Sewalong durch. Mein Ziel war damals meine optisch doch heftig durchs praktische dominierte Kleidung gezielt auch mal etwas farbiger zu gestalten. „Weniger Maus, mehr Frau“.

Tja und was ist daraus geworden? Am Ende die Erfahrung das ich mich in grau doch irgendwie am wohlsten fühle. Tja ich könnt mich jetzt verfluchen, mir selbst die Ohren langziehen und die Haare ausraufen oder einfach die Gegebenheiten akzeptieren und anstatt mit Farben zu experimentieren, mich schlicht auf die Gestaltung konzentrieren und am Ende Wohlfühlklamöttchen in den Schrank sortieren. Mach ich jetzt so.

In diesem Sinne sind in den letzten Wochen ein paar Sächelechen enstanden. Gerade vorgestern mein schönes neues Strickjäckchen. Mein Liebster hat mich zwar furchtbar verspottet, da er doch tatsächlich meint, man braucht nicht wirklich 5 dicke Strickjacken. Tja daran erkennt man den Ahnungslosen. Na klar braucht man das. Denn erstens sind es nur 4 Strickjacken und ein Mantel und zweitens hat die eine Jacke eine Kaputze und ist folglich für draußen, wenn es nicht mehr warm und aber auch noch nicht so kalt ist und die zweite ist weniger schön aber dafür sehr warm und außerdem kann man da prima die Stricknadeln und Sicherheitsnadeln und auch noch andere Nadeln  feststecken, weswegen das eben meine Arbeitsjacke für das Nähzimmer ist. Die dritte ist das Probeteil für die neueste Jacke, die sollte eigentlich zu den schicken Jacken gehören, ist aber irgendwie am Ziel vorbeigeschossen, tja und die vierte ist eben perfekt, das was ich wollte.

So nun aber mal von vorn. Weil Pullover mir oft zu warm sind, ich in T-Shirts allein aber schnell friere, brauche ich irgendwas, was schnell an und unkompliziert wieder ausgezogen werden kann. Logisch! Da kommen eigentlich nur Jacken in Frage. Weitere Randbedingungen sind, hüftlang, damit sie auch unter die Winterjacken passen, 3/4 Ärmel, weil ich eh immer hoch krempel und mich die „Wurscht“ in der Armbeuge unangenehm einschnürt. Halbwegs schön wär natürlich auch noch gut.

Da ich überhaupt gar keine Lust hatte mir selbst etwas auszudenken, hab ich fröhlich im Archiv  von Drops Design gestöbert und bin  da dann auch fündig geworden. Als Grundlage habe ich den Winter Wine Cardigan gewählt, eine Nummer größer, da er auf dem Foto sehr knapp geplant wirkte. Der erste Versuch erstmal exakt nach Anleitung, in dunkelrot (Regeln sind zum brechen da), mit bischen grau als Muster. Sie ist nicht schlecht, aber irgendwie bin ich nicht glücklich, die Blenden ringeln sich nach innen, was unpraktisch ist, da ich Jacken auch gern offen trage. Dann ist sie schlicht zu lang und passt nicht unter meine Winterjacke. So richtig schick find ich sie auch nicht. Es ist eine klassische Hausjacke. Nicht schlecht, aber eben nicht was ich will. Die wird jetzt Schreibtischjacke, da friere ich auch immer leicht und dann muss ich nicht erst aufstehen und suchen.

Das zweite Model ist auf der Grundlage der ersten Jacke entstanden. Das Halsbündchen ist kraus rechts gestrickt und ich habe bereits ab der 2. Reihe mit den Raglanzunahmen begonnen. Die Blende habe ich etwas verbreitert, um das hässliche Einrollen zu verhindern. Hat Gottseidank was genützt.

Dann weiter nach Anleitung. Ärmel eingekürzt und am Bündchen (kraus rechts) die Reihenzahl des Halsbündchens verdoppelt.

Das Rumpfteil ist Schnitttechnisch im Grunde wieder nach der original Anleitung gestrickt. Für den unteren Abschluss habe ich die Reihenzahl des Bündchens dann vervierfacht, ausgerechnet wie breit es werden wird und ab der Hüfte hochgerechnet, ab wann ich den Musterwechsel beginne. Da ich aufgesetzte Taschen überhaupt nicht mag, sind die Taschen im Musterübergang versteckt. Knöpfe dran und fertig.  Insgesamt gefällt sie mir sehr gut, im Rücken kommt sie mir etwas kurz vor, stört mich aber nicht wirklich. Davon wird es sicher noch zwei drei weitere geben. Man will ja schließlich auch mal wechseln und grau hat viele Nuancen.

Weil ich zur Zeit im Strickwahn fiebere, gibt’s obendrauf noch meine Lieblingsmütze und um die Beine Stulpen in meinem momentanen Lieblingsmuster. Natürlich in grau, was sonst.

Die Mütze ist aus Drops Alpaca nach eigenem Entwurf gestrickt und so fluffig leicht und weich, das ich oft vergesse sie abzusetzen.

Die Stulpen sind ebenfalls selbst entworfen, hier wiederholt sich das Muster der Mütze, und verwendet habe ich, wie auch bei den beiden Jacken von Drops das Garn Nepal.

So und nun kommt das tollste: Icke beim MemadeMittwoch. Absolute Premiere. So lange geplant und dann kam immer was dazwischen. Zuletzt mein Festnetzanbieter, der mir das selbe abgeklemmt hat, warum auch immer, weis er offensichtlich selbst nicht so genau. Egal. Mein Liebster kann Smartphone in Hotspots verwandeln und uralte Rechner an dieselben anschließen und nun ist es nach zwei Monaten doch tatsächlich möglich, wieder am Bloggerleben teilzuhaben. Und ich hatte doch sooooooo viele Beitragsideen und nicht nur das, auch sooooo viel geschafft…., Hol ich alles nach. Versprochen!

Herbstpläne 2016

„Lesen gefährdet die Dummheit!“ Diese Warnung wird mir immer auf dem Kassenbon meiner Lieblingsbuchhandlung mit auf den Weg geggeben. Inzwischen kann ich dem ein weiters Warnsprüchlein hinzufügen:

„Bloglesen gefährdet die Faulheit!“

Frau Siebenhundertsachen, deren Blog ich im Rahmen des „Brot und Butter – Sewalongs“ kennen und schätzen gelernt habe, stiftet zum Herbst Plan-Along 2016 an.

Mein erster Gedanke war: „Gott sei Dank, dazu fällt mir ja gar nichts ein und ich hab ja auch gar keine Zeit.“ Kaum war das elektronische Ding aus, krochen auch schon die ein oder anderen Ideen aus den grauen Zellen und forderten Umsetzung. Verdammt! Um dem bunten Treiben im Kopf Einhalt zu gebieten, geb ich jetzt nach und beteilige mich umgehend.

Also! Was steht an? Erlaubt ist jede Form des handwerklich-kreativen Ausdrucks, der sich in den nächsten 2 bis 3 Monaten umsetzen lässt. Oha!

Bei mir stehen zu einem guten Teil „Muss-Projekte“ und zu einem etwas kleineren „Könnte und Sollte-Projekte“ an.

Zu den Muss-Projekten gehört im Moment ausschliesslich diverses Nähtrallala und ein wenig Gestrick.

Projekt Nr. 1

Alle Kinder sind, unverschämterweise in den Ferien gewachsen und brauchen dringend neue Kleidung. Deswegen:

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Hosen! Je Kind mind. 3 Stück, für das kleine Sandkastenspielende eher 5 und jede Menge Socken.

Projekt Nr. 2

In meinem Kleiderschrank herscht immer noch gähnende Leere, deswegen für mich:

2 etwas wärmere Hosen

2 – 4 langärmelige Shirts

2 Pullover/ Strickjacken (gestrickt)

3 paar warme Socken (gestrickt)

Projekt Nr. 3

Der Gatte wünscht Stuhkissen. Ich habs versprochen, da muss ich wohl durch. Mindestens 5 Stück.

Projekt Nr. 4

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Große Fensteröffnungen laden Vögel gern zum durchfliegen ein. Pech für den Vogel, wenn das Fenster dann gar nicht offen stand. Deswegen haben wir im letzten Herbst die Scheiben mit bunten gebastelten Laubblättern beklebt, die inzwischen etwas unschön ausschauen. Die werden wir jetzt mal erneuern. Vielleicht ein Vorhang aus aufgefädelten Kastanien? Ein klassisches „Könnte und Sollte-Projekt“.

Projekt Nr. 5

Am 21. Dezember beginnt rein kalendarisch der Winter und da 3 Tage später schon Weihnachten ist, wäre es schlau mit dem basteln der Weihnachtsgeschenke im Herbst zu beginnen. Projekt Nr. 5 wird daher in den nächsten Monaten je nach Ideenlage und Wunschäußerung der Liebenmein, ergänzt und erweitert.

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Bereits mit Heulkrampf angefordert wurde ein „Anna und Elsa Puppenset“ in Barbiegröße. Da ich es nicht über mich bringe, für hässlichen chinesischen Billigplunder Geld auszugeben und vom all anwesenden „Anna und Elsa -Merchandising Wahn“ sowiso optimal genervt bin, gibts jetzt eine handgefertigte Anna und eine Elsa für das kleine Kind. Gott sei Dank ist das Kind nicht besonders Markenfixiert. Ich hab schon ewig keine Puppen mehr gebastelt und freu mich drauf.

Das wärs jetzt erst mal im groben. Da kommt sicher noch manch ungeplantes quer. Bis dahin…

Rike

Weihnachten kommt schneller als man denkt …

Bei allerschönstem Schwitzewetter sitz ich nun ich stricke schicke Wintermützen aus Alpaca. Na genau genommen probier ich noch an verschiedenen Designvarianten.

Was mich dazu treibt?

Ich habe einen Traum. In diesem Traum sitze ich täglich acht Stunden in meinem kleinen Nähzimmer, stricke, häkle, nähe schöne Dinge. Ich habe schönste textile Werkstoffe um mich herum, denke mir tolle Projekte aus und setze sie dann um. Am Ende verkaufe ich sie zu einem auskömmlichen Preis. Ich brauch keinen Porsche und auch keine Villa, aber in meinem Traum erwirtschafte ich soviel, das ich nicht mehr darüber nachdenken muss, doch irgendwann noch was „Vernünftiges“ machen zu müssen.

Das aus diesem Traum Realität werden könnte, kann ich mir ganz ehrlich absolut nicht vorstellen. Trotzdem bin ich genug Narr es zu versuchen. Einen ganz klitzekleinen  Testballon (ein paar handgestrickte Mützen wanderten ins Fachgeschäft) habe ich am Anfang des Jahres bereits in die Luft gelassen und TATSÄCHLICH! fanden sich Menschen, die an meinen Mützen gefallen fanden. Nicht das die Mützen so hässlich wären, das man sie nicht kaufen sollte, aber ich war sehr überrascht, damit hatte ich nicht wirklich gerechnet. Gegen Billig aus Fernost kommt man doch eigentlich nicht an. Oder doch? Sind Qualität und Liebe bei der Fertigung doch noch Parameter die eine Rolle spielen könnten.

Der Narr in mir hat gewonnen und den Zweifler der Ecke verwiesen und so sitz ich nun und denke mitten im Sommer an Weihnachten, stricke und stricke und stricke…..PhototasticCollage-2016-05-24-09-56-55Zuerst einmal habe ich mir einen Lebenstraum erfüllt und unendlich große Mengen an Wolle bestellt. Wenn nichts dazwischen kommt, habe ich genug Wolle um bis Weihnachten zwei Mützen pro Woche stricken zu können. Da ich beim ersten Versuch festgestellt habe, den immer gleichen Mützentyp zu stricken, ist auf Dauer etwas öde, traue ich mir hier und jetzt Musterstricken zu. So richtig viel Erfahrung hab ich auf dem Gebiet noch nicht, da Zöpfe nicht so meins sind, aber bei Mützen find ich das dann doch insgesamt sehr schön.

So jetzt muss ich aber mal was nähen, immer nur stricken macht schläfrig und ich hab doch immer noch nix anzuziehen.

 

Mützen, Mützen, Mützen

Nachdem ich vor ein paar Wochen fast ausschließlich virtuell unterwegs war, habe ich mich in den letzten beiden Wochen dem Strickfieber hingegeben. Entstanden sind bereits fast 9 Baskenmützen gleichen Typs in 6 unterschiedlichen Farbvarianten.

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Werden sollen es vorerst 12, um dann versuchsweise in einem Regalefachgeschäft und bei Dawanda zum Verkauf angeboten zuwerden. Ob das was wird…. wird sich zeigen. Ich bin gespannt.

Ich finde sie sehr schön.  Das Garn besteht zu 100% aus feiner Alpacawolle, die ich im Winter am liebsten verstricke. Die unterschiedlichen Breiten für die Tellerform der Baskenmütze, erreiche ich durch den Einsatz verschiedener Nadelstärken (hier eine Variation von 2 bis 4).

Für fiese Minusgrade ist sie glaube ich nicht so sehr geeignet, da sie relativ locker gestrickt ist, aber ich wollte gern mal eine etwas schickere Mütze haben. Das grauklammkalte Berliner Matschwinterwetter erlaubt, gerade wenn man im wesentlichen Kinder, auf dem Rad und mit den Beinen, durch die Gegend transportiert, meist nur die praktische aber durch und durch unelegante Outdoorklamotte. Ein Thema über das ich mich jetzt unendlich auslassen könnte … . Geplant ist noch eine etwas festere Mütze aus dickerem Garn, aber dafür muss ich erst noch jede Menge Strickproben anfertigen, damit ich die Anleitung auf das neue Garn umrechnen kann.

Ansonsten drückt der Weihnachtsfertigungsstress, doch dazu demnächst mehr.