Archiv der Kategorie: Gesammelte Strickmuster

FJKA – Finale

Am Ostersonntag war Finale beim FJKA. Das Ziel mein Frühlingsjäckchen auszuführen habe ich erreicht, auch wenn ich es etwas ungeplant im Innenraum präsentierte. Draussen war mir mehr nach dickem fettem Wollmantel. Nichts desto trotz bin ich den Kindern in den Garten gefolgt um die Jacke auch zünftig im Grünen zu präsentieren:

Die Kinder durften den Fotoapparat bedienen, weswegen von gefühlt 700 Fotos gerade mal 3 halbwegs scharf waren. Aber so ist das große Finale der passende Abschluss zum Projekt, denn so ganz glücklich bin ich nicht und so richtig weiß ich auch nicht warum.

Ich hatte ja von Anfang an etwas Bedenken zum Muster und bin von daher gedämpft gestartet. Das Muster find ich inzwischen eigentlich recht gut. Ich habe zwar im Grunde nichts passendes dazu im Kleiderschrank und mir ist eher selten nach wanderndem Leuchtturm zu Mute, aber am Muster liegt es definitiv nicht.

Mit der Passform hadere ich auch nicht so recht. Die Jacke sieht zwar im ausgezogenen Zustand furchtbar lappig aus und sitzt auch eher legere, aber wenn ich sie anhabe und mich im Spiegel betrachte, find ich den Anblick eher gut.

Wärmen tut sie auch….

Ich weiß nicht… Ich glaub es ist die doch recht lockere Strickweise. Ich habe die Wolle mit der empfohlenen Nadelstärke von 3,5 gestrickt und da ich eher locker stricke ist das ganze…, naja so lappig. Im Moment habe ich gerade einen Pullover aus ebensolcher Wolle liegen und mit einer NS 2,0 ist es irgendwie stimmiger und da Alpaka ja von Hause aus sehr weich ist, fühlt es sich auch gut an.

Aufribbeln werd ich die Jacke nicht, ein etwas auffälligeres Teil tut meinem Kleiderschrank ganz gut und die noch fehlende Kleidung zur Jacke die näh ich mir einfach.

Vielleicht brauchen wir beide noch ein Weilchen um warm miteinander zu werden. Im Moment passiert bei mir ganz viel und ich fühle mich als würde etwas das lange schlief erwachen und aus mir herausplatzen. Ich denke die Jacke ist ihrer Zeit ein klein wenig voraus. Ich bin gespannt was noch kommt.

Ein ganz dickes Dankeschön an die Moderatorinnen Sylvia und Luise, die den diesjährigen FJKA organisiert und begleitet haben. Ebenfalls Danke an all die fleissigen Mitstrickerinnen, es hat Spaß gemacht und die Beiträge zu lesen war Anregung und Freude zugleich.

Liebe Grüße

Rike

verlienkt beim FJKA des MeMadeMittwoch

FJKA – Zwischentreffen verpasst. Verdammt!

Am Samstag war die letzte Möglichkeit den Beitrag vom FJKA – Zweites Zwischentreffen zu verlinken. Eine Woche Zeit einen klitzekleinen Beitrag zu verfassen und ich hatte einfach keine Lust. Na gut manchmal hatte ich Lust, aber dann hatten meine Kinder mein Telefon geraubt und wenn ich es dann abends wiederbekommen hatte, waren alle meine Wörter für den Tag verbraucht.

Die Jacke fast fertig ( bis auf die Blenden vorn). Fotografiert hatte ich sie auch pünktlich. Aber irgendwie befand ich mich ein bischen in der Strickkrise. Zumal mir ein zweites Jackenprojekt quer kam.

Trotz alle dem. Aufgeschoben sei nicht aufgehoben:

Der letzte Zwischenstand vor fertig

 

Sammeln mit Suchtpotential

Das ich am liebsten den ganzen Tag (und wenn das ginge auch noch in der Nacht) mich dem Erstellen von schönen Klamöttchen widmen würde, hatte ich vermutlich bereits erwähnt. Das fiese an diesem Hobby ist aber, das man sich bisweilen versehentlich ein weiteres Hobby erschließt. Knöpfe sammeln zum Beispiel …. oder Schnitt- und Strickmuster.

Angefangen hat das mal ganz harmlos mit einem schönen Buch, das ich im schönsten Buchkaufhaus der Stadt erstanden hatte.

„Nähen im japanischen Stil“ von Shufu To Seikatsu Sha

Reingeschaut und es war als würde mir eine kleine (fiese) Fee mit ihren Zauberstab auf den Kopf hauen und zack war die Sucht da. Ich wollte mehr und mehr. Leider war das mit den japanischen Schnitten insgesamt eine Sackgasse. Was sonst noch zu bekommen war, war mir am Ende zu verspielt und da ich eher das Gegenteil von einer zarten Japanerin bin, war der Weg vom Schnitt zum tragbaren Kleidungsstück ein langer dornenreicher….

Ich hab mich dann ein bischen an Burda versucht, aber die fand ich irgendwie noch nie so richtig … Ottobre Design, macht tragbares, aber hmmm… das war es auch noch nicht.

Das mit den Knöpfen habe ich im Griff. Das mit den Schnittmustern ist mir kürzlich entglitten. Schuld war ein Beitrag der Bloggerin Zuzsa, von Zuzsastyle. Sie stellte in einem ihrer Beiträge eine Seite aus den Modischen Maschen (Herbst 1980) online (Beitrag vom 16. Oktober 2015). Ich wusste sofort: DIE MUSS ICH HABEN!

Was soll ich sagen, der Oktober war zur Hälfte um, der blöde graue November stand vor der Tür und was macht man, wenn alles doof und grau ist? Genau frau sorgt für Freude im Leben und verfällt in einen anständigen Kaufrausch.

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Was hab ich mir nur gedacht?

Und so kam in den letzten Monaten Paketchen für Paketchen mit schönen alten Zeitungen ins Haus, das letzte Vorgestern und jetzt habe ich mir erst mal eine Pause verordnet und widme mich jetzt Phase 2, dem ausgiebigen stöbern, um dann in der finalen Phase 3 meinen Kleiderschrank aufzufüllen.

In der Hauptsache habe ich jetzt unglaublich viele Zeitschriften der Pramo, einer Schnittmusterzeitschrift aus der DDR, den Modischen Maschen (ebenfalls DDR) und einigen Strick- und Nähzeitungen aus den 50´er Jahren.

In den letzten beiden Tagen hab ich mich durch die Pramo Berge gewühlt und quasi im Schnelldurchlauf einen Teil der Modegeschichte der DDR aufgearbeitet. Die Pramo ist im Verlag für die Frau ab Januar 1948 monatlich erschienen. 1993 wurde sie eingestellt.

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1962/1965/1967
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1970/1975/1979
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1980/1985/1989

Meine älteste Ausgabe ist von 1962, die letzte vom September 1993. Die letzte Kiste war ein Blindkauf und enthielt im wesentlichen Ausgaben aus den 80´ern und folgende Jahrzehnte. Erst war ich etwas frustriert, das war (so dachte ich zumindest) heftig am Ziel vorbei, aber jetzt bin ich gar nicht mehr so unglücklich.  Gut ab 1985 habe ich fast nichts mehr gefunden und fand die Modelle eher gruselig (Die Farben, man was sahen wir schrill aus) aber insgesamt war die Zeitreise spannend. Allein die Entwicklung der Zeitschrift und am Ende der Niedergang. Die Qualität der Modefotografie, Wahnsinn! Das wurde einem ab den 1990er Jahren dann besonders bewusst, als die Qualität auf westdeutschen Standard umgestellt wurde und leider sehr nachließ (vielleicht lag es auch am Zeitgeist, ich will mich da nicht festlegen).

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1990/1993

Ich hab noch keine Vorstellung wie ich von Phase zwei auf drei komme, ob ich meinen Kleiderschrank inspizieren werde und dann nach Notwendigkeit nähe (wäre Sinnvoll), oder sehr viel wahrscheinlicher einfach loslege und nähe was mir grad gefällt. Wahrscheinlich stolpere ich dann gleich in die nächste Sucht und besitze demnächst 1000 schicke Mäntel… . Vielleicht wird es aber auch eine Mischung aus beidem.

Bis dahin.