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Auf der Suche nach dem perfekten Hosenschnitt

Die „BrotundButter-Näherei“ Anfang des Jahres, hat mir vor Augen geführt, das ich dingend einen Satz gut funktionierender Standartschnitte benötige um „frustfrei“ meinen Kleiderschrank mit Lieblingskleidung zu füllen. Mangeln tut es mir an allem.

Da ich mit dem Nähen von (Kinder-)Hosen die meiste Erfahrung habe und was die Gestaltung betrifft ganz gut weis, was geht und was ich besser sein lassen sollte, dachte ich es wird leichter, wenn ich mit Hosenschnitten anfange.

Den Rahmen bilden zwei Kriterien:  der Hosenschnitt sollte gerade sein und auf keinen Fall sollte der Bund auf Hüfthöhe liegen. Gesucht habe ich wie immer im „pramo-Sammelsurium“ und gefunden hab ich dann einen Schnitt Ender der 70´er. Da es bei den Pramoschnitten nur Eingrößenschnitte gibt, habe ich mir einfach blind eine gerade geschnittene Hose in der richtigen Größe herausgesucht und zuerst das berühmt berüchtigte „Probemodel“ genäht.

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Zuerst war ich noch sehr skeptisch, insgesamt bin ich aber ganz zufrieden fürs erste. Die Hose ist sehr viel weiter ausgefallen als geplant, was aber nicht negativ ist. Ein paar kleine Änderungen hatte ich bereits vorgenommen, so bekam die Hose vorn Taschen (ohne ist irgendwie Mist) und die Falten vorn muste ich noch mal Ändern, da ich beim Nähen des Bundes irgendwie gemurkst habe. Beide Änderungen sind weiterhin änderungsbedürftig, die Taschen sperren auf und die Falten beulen.

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Wobei, wenn ich mir die Photos ansehe, das Resultat gar nicht mal so schlecht ist.

Rückansicht find ich ohne Beanstandungen okay und soll hier nicht vorenthalten werden.

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Also auf ein neues… Aber zuerst sind jetzt die Kinderlein dran. Dem großen Kind fehlen Sommerhosen, dem Mittleren und dem Kleinen ist irgendwie an allem mangelig. Was wachsen die nur auch so schnell? So wird mein Schrank nie voll.

#brotundbutter – Finale, Oohhh jeeee!

Mit einem enormen Sprint in der letzten Woche schaffe ich es doch noch ins Finale vom BrotundButter – Sew Along, veranstaltet von Frau Siebenhundertsachen, der ich hier ganz herzlich für Idee und Organisation danken möchte.

Eigentlich hatte ich aufgegeben. Ich bin eigentlich mit gefühltem Fuß auf dem Bremspedal gestartet und hatte mir einen schaffbaren Plan gemacht, mit viel Luft nach oben und unten. Einige wenige Sachen, obwohl ich viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeel mehr brauchen kann. Im Kleiderschrank herschte karge Ödnis. Nicht eingeplant hatte ich die dicke fette blöde sch…k…d…-Grippe die meine gesamte Familie, inklusive meiner, für ganze 3!!!! Wochen, komplett aus dem Verkehr gezogen hat. Im Anschluß an die Grippewelle, gabs dann Schulferien und die Nadel stand still, der Frust türmte sich Haushoch. Letzten Sonntag dann, Finaleröffnung und siehe da so ganz allein war ich dann doch nicht. Nicht das mir das Leid anderer Kraft gibt, aber es hat mir dann noch mal Schwung gegeben doch noch teilzunehmen, auch wenn ich viel weniger geschafft habe als erhofft.

Also was war noch mal geplant?

  • zwei langärmelige Shirts,
  • ein Baumwollhemd,
  • eine Kniebundhose,
  • eine leichte Strickjacke/Weste
  • eine Jacke für den Übergang
  • eine Kochschürze, damit ich mir die neuen Sachen nicht gleich wieder am Herd ruiniere

Manches viel der Zeit zum Opfer. Von der Kniebundhose verabschiedete ich mich schon früh, zu wenig Zeit, zu wenig Erfahrung mit den schönen alten PRAMO-Schnitten. Die Jacke für den Übergang viel meiner Vergesslichkeit zum Opfer. Ich musste überraschend im Urlaub Ersatz, für die am heimischen Garderobenhaken vergessene Winterjacke besorgen. Auf die Kochschürze hatte ich irgendwie keine Lust.

Geschafft habe ich tatsächlich:

Ein (zwei) langärmeliges Shirt(s)

TwoShirts
Burda 9/2015 Modell132A

Ich habe, da ich den Schnitt nicht kannte, zuerst ein Probeteil genäht (das dunkelblaue rechte im Bild). Wegen mangelnder Stoffqualität nur zum schlafen geeignet, aber immerhin. Das türkise Shirt ist aus Sweatshirtstoff genäht. Ich mag Jersey zwar lieber, daber ich bin auch fürchterlich verfroren und da war das ein akzeptabler Kompromis. Ich habe den Schnitt meinen Besonderheiten angepasst und bin total zufrieden und glücklich. Es ist nicht besonders auffällig aber immerhin, nicht grau und es steht mir, ich fühle mich wohl.

Fazit: Davon gerne mehr. Ganz viel!

Kein Baumwollhemd, dafür 2 Versuche

Pramo 1/79, Model 7
Pramo 1/79, Model 7

Wieder ein Pramoschnitt aus den 70`ern. Vielleicht habe ich mir hier ertwas zu viel vorgenommen. Für mich nähe ich noch nicht lang, genaugenommen bin ich auf diesem Gebiet ein blutiger Anfänger. Erschwerend kommt hinzu, das Abpausen – Zuschneiden – Nähen, bei mir unweigerlich zu einem frustrierenden Ergebnis führt. Mehrfache Schnittänderungen zur Firguranpassung sind notwendig um eine absolute Wohlfühlklamotte zu produzieren. Es fing damit an, das der Schnitt aus der PRAMO nur als Eingrößenschnitt vorlag. Natürlich nicht in meiner. Also …

  1. Schritt: Schnitt vergrößern. Hat irgendwie geklappt. Puh!
  2. Schritt: Probemodel nähen. Anprobieren und frustriert aufheulen. Kurz gesagt, am Hals zu eng, an den Schultern total schief, am Rücken zu lang, am Bauch sackartig seltsam.
  3. Schritt: Schnittanpassung am Papierschnitt  (Rückenlänge einkürzen, sowie abfallende Schulterpartie nach vorn neigend)
  4. Schritt: Nähen und im Anschluß anprobieren. Grrrrrrrrrrrrrrr! Schulter ist immer noch nicht richtig, liegt aber am Schnitt ich sollte meine Schultern nicht optisch verlängern, das sieht seltsam aus; Bauchbereich immer noch sackartig! Alles irgendwie Neeeeeee!
  5. Schritt: Brustabnäher von unten kommend eingefügt um die Sackoptik abzuschwächen, Länge geändert (das Original ist am unteren Saum gerade geschnitten, ich habe das ganze angeschrägt, sah irgendwie besser aus)
  6. Schritt: festgestellt das ich vorn doch zu heftig eingekürzt habe und deshalb beschlossen, das ich mir aus dem Reststoff eine kurze Hose dazu nähen werde und dann einen ganz passablen Schlafanzug habe,mit den schönsten Knöpfen die sich inder Knopfkiste finden ließen.

Fazit: Ich habe viel gelernt, ich kann jetzt Hemden nähen (gar nicht so schwer), das weite Feld der Schnittänderungen ist etwas heller. Mehr Mut zum Experiment. Optisch verbreiterte Schultern gehen gar nicht.

Ich werd an dem Schnitt dranbleiben, auch wenn man das Original am Ende nicht mehr erkennen wird. Trotzdem schade um den gestreiften Baumwollstoff, der ist echt schön. Leider war es Restverkauf. Schluchz!

Gestrickte Weste – auch zwei Versuche

Pramo 10/76, Model 18
Pramo 10/76, Model 18

Auch hier wieder viele Erfahrungen mit alten Schnittmustern gesammelt. Ja! Schnittmuster! Eine echte Anleitung wie ich sie so kenne gabs nicht. Stattdessen eine Schnittmusterzeichnung in der falschen Größe und eine kurze Beschreibung der Wollqualität und der Muster. Am Bünchen 3 rechts, 2 links, sonst glatt rechts. Das wars.

Also erst Schnitt anpassen, Probeteil stricken und Anleitung schreiben. Soweit kein Problem. Ich hasse zusammennähen, deswegen habe ich das erste Teil in einem Stück gestrickt. Das Ergebnis war optisch schön, aber es passte nicht. Rutschte immer von der Schulter. Also noch mal. Diesmal Halsausschnitt kleiner geplant, Schultern angepassen, Rücken eingekürzt und in drei Teilen gestrickt. Das Ergebnis ist passender. Der Reißverschluss gefällt mir nicht wirklich, und sie ist Alltag, von vorn bis hinten. Aber das war ja hier auch Ziel. Ihren Zweck erfüllt sie hervorragend, kombiniert mit einem dicken fetten Wollpullover ist mir dann tatsächlich auch mal warm geworden.

Fazit: Zufrieden.

Das von Frau Siebenhundertsachen ausgerufene Ziel für den heutigen Tag:

„Keine Temperatureskapaden, keine Waschrückstände können uns mehr etwas anhaben. Wir haben was anzuziehen…“

habe ich leider verfehlt. In meinem Kleiderschrank herrscht immer noch gähnende Leere, im Keller laufen die Waschmaschinen rund um die Uhr. Aber, insgesamt hab ich manches gelernt. Das war mein erster Sew Along und der Termindruck tut gut. Das Schrittweise vorgehen, durch die Themenvorgaben an den einzelnen Terminen hat mein inneres Chaos gut im Schach gehalten. Ich werde dem Brotund Butter-Thema noch ein Weilchen treu bleiben, allein weils muss. Aber jetzt ist erst mal Pause und ich wende mich einem eben so brisanten Thema im Schrank zu. Einladung zur Konfirmation und alle Weiber im Haushalt haben gaaaaar nichts anzuziehen. Verdammt da muss was geschehen….

In der Hoffnung das alles gesund bleibt und auch Ihr liebe Leser und Leserinnen gesund und munter den Frühling durchschreitet.

Rike

Platz ist in der kleinesten Hütte

Und schon wieder ist eine Woche um. Eigentlich hatte ich vor gestern über meine BrotundButter-Fortschritte zu berichten, zumindest, hatte ich mir das in der letzten Woche so überlegt. Viel geschafft hatte ich ja noch nicht und der Plan war für die letzte Woche: „Nähen, nähen, nähen!“

Aber wie es immer so ist, meistens kommt es anders und so kam es auch diesmal. Genäht habe ich nichts, dafür habe ich eine Woche mit Grippe in der fiesesten Form auf dem Sofa verbracht. Ganz erholt bin ich noch nicht, aber immerhin, ich kann bereits wieder am Computer sitzen und so berichte ich einfach von meinem kleinen Nebenbeiprojekt.

Wie bereits im letzten Beitrag am Rande erwähnt, bin ich mit meinem Nähzimmer umgezogen. Das kleinste Kind braucht einen Raum, wir demzufolge ein neues Schlafzimmer und so durfte ich jetzt meine Sachen packen und mit meinem Nähkram das Arbeitszimmer verlassen.
Meine Mann hat in den letzten Monaten Unmassen von Latten, Platten und Brettern zersägt, gefühlt tausend Schrauben verbohrt um aus unserer alten Veranda, noch ein Räumchen herauszukitzeln. Ich stand daneben und wusste nicht so Recht ob ich das nun gut oder nicht so gut finden soll. Im alten Arbeitszimmer hatte ich mich respektabel auf 18m² ausgebreitet und wenn man mich ließe würde ich locker eine Halle (oder auch zwei) mit meinem Hobby ausfüllen. Der einzigste Wehmutstropfen im alten Zimmer war, das ich immer die nicht erledigte Steuererklärung und die wuchernde Ablage vor Augen hatte. Das kann einem einen Nährausch total vermiesen.

Das bleibt nun zukünftig aus, die Steuererklärung seh ich nicht mehr, denn sie passte glücklicherweise nicht mit rein. Ab jetzt gehts minimalistisch zu ich hab mich verkleinert auf 6,8m². Ich habe tagelang gegrübelt wie man einen so kleinen und dann auch noch so extrem schmalen Raum optimal einrichtet und ich bin ziemlich Stolz, das ich mich noch ganz anständig drehen und wenden kann.DSCN3690Im hinteren Bereich, die Bücher, die Schnittmuster und die kleinen Stoffreste. Davor der zukünftige Schneidetisch, aus drei kleinen Kallaxregalen von Ikea, voll mit Kisten, gefüllt mit Stoffen und Wolle, davor die Näbank, mit der Maschine und dem kleinen Nähkram.

Ich hätte ja nie gedacht das ich mein Zeug tatsächlich unterkriege und es sah auch ein Weilchen so aus als wäre es nicht zu schaffen. Der neue Raum wurde voller und voller, nur der alte irgendwie nicht leer, aber inzwischen ist Land in Sicht. Blöderweise hat mein Mann beim Umräumen festgestellt das ich viel zu viel Stoff besitze (stimmt gar nicht!) und eine Stoffkaufsperre verhängt. Ich hab ihm zwar schnell Bilder von anderen Bloggern und deren Nähzimmern und vor allem deren Stoffbergen gezeigt, aber er bleibt hart. Na gut… aber nur kurz.

Jetzt fehlen noch ein paar Haken und Dosen für Schere und Co und die den Raum abschliessende Wand mit Tür (die helle Leiste am Boden vorn im Bild markiert schon mal die Lage). Die hängt im Moment noch in der Designkonzeptschleife meines Mannes fest. So lang sitz ich in der Puppenstube und hoffe das er sich bald für einen Türhersteller entscheidet.

Ab jetzt ohne Aussicht auf Ablage und Steuerordner, ab morgen rattert die Nähmaschine…

Liebe Grüße Rike

#brotundbutter die dritte – Zwischenstand

Es ist wieder soweit, der dritte Termin ist ran. Siebenhundertsachen läd zum Zwischenstandsbericht. Läuft es gut,bin ich im Plan? Oder bin ich stecken geblieben, weiß ich nicht weiter, habe ich alle Pläne über den Haufen geworfen und gänzlich neu angefangen? Oder bin ich gar schon fertig?

Was soll ich sagen: von allem ein bischen, außer fertig!

Kurz zur Erinnerung. Geplant war:

2 Langarmshirts, 1 Baumwollhemd, 1 Kniebundhose, 1 Strickjacke/Weste , eine Jacke für den Übergang und eine Kochschürze

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Geschafft habe ich bisher, die beiden Langarmshirts und die Weste. Wobei das eine von den Langarmshirts, das Probeteil war. Erst war ich nach frustvollem nähen überraschend angetan, aber inzwischen wird es wohl doch eher den Schlafshirts zugeteilt werden. An sich ist es super, aber der Stoff ist über die Maßen fusselmagnetisch und da ich gern und viel Wolle trage, seh ich immer aus, als hätte ich 5 haarende Katzen geflauscht und das geht gar nicht. Trotzdem, der Schnitt passte super und so hab ich gleich im Anschluss das im Bild linke blaugrüne Shirt genäht.

Shirt:

Bei dem Shirt handelt es sich um einen Burdaschnitt (Burda 9/2015 Modell132A) den ich meinen individuellen Maßen in einem Anfall von Experimentierfreude angepasst habe. Das mach ich jetzt öfters, da es am Ende überraschend einfach ging. Es ist schon ein interessant anderes Tragegefühl, wenn nix zwickt und kneift (bisher hab ich überwiegend für die Kinder genäht, da musste ich nicht ändern. Nicht das hier der Eindruck entsteht ich nähe mir kneifende Klamöttchen ;-)).

Da hier noch (fast) fetter Winter ist, hatte ich mich für einen leichten Sweatshirtstoff entschieden, den es bei mir um die Ecke im Woll- und Stoffladen gab.

Wie man dem Bild ansehen kann, hat das Shirt bereits einige Wäschen hinter sich und hängt entweder an mir oder auf den Leine. Ein echter Brot und Butterklassiker.

Diesen Abschnitt würde ich als halbfertig bezeichnen. Das Probestück zählt nicht wirklich und wenn ich ehrlich bin, wäre ich mit den geplanten 2 Shirts maximal am Anfang eines langen Weges, als am Ziel.

Weste:

Auf dem Bild ebenfalls gut zu sehen, die Weste (nach einem Pramoschnitt/Anleitung von 1976).

Hier habe ich einen für mich sehr typischen Klassiker produziert. Mir war klirrend kalt und ich wusste ich hab demnächst drei Tage auf dem Sofa gewonnen, da mir einen kleine Fuss-OP bevorstand.

Die erste Hürde stand mir in Form der Anleitung bevor. Es gab eine etwas ungefähre schriftliche Anleitung hinsichtlich der Nadel- und Garnstärke, eine kurze Beschreibung der Muster und die gezeichneten Einzelteile auf dem Schnittmusterbogen in der falschen Größe. Ich habe mich also an das Schnittmustergewirr gewagt und den Schnitt vergrößert. Maschenprobe angefertigt und dann die Anleitung geschrieben. Da ich so furchtbar ungern gestrickte Teile zusammen nähe habe ich beschlossen, in einem Stück zu stricken. Alles war in der Planung fertig und dann wurde die OP verschoben. Mental unfähig, zeitlich umzudisponieren habe ich mich trotzdem auf dem Sofa plaziert und die Weste hecktisch, innerhalb von drei Tagen, am Stück runtergestrickt.

Wenn mir kalt ist sollte ich nicht stricken. Ich guck nicht rechts, nicht links und am Ende rutscht es von den Schultern. So geschah es auch dieses Mal, der Halsausschnitt weicht erheblich vom Original ab und ist schlicht zu weit. Egal es geht, wenn es auch nicht optimal aussieht. Ich werde sicher im zweiten Anlauf schlauer sein, an den mach ich mich aber erst später, wenn ich mein Oberteildefizit behoben habe.

Baumwollhemd/-bluse:

Auch hier ein Pramoschnitt von 1979. In der Pramo gab es nur Eingrößenschnitte und was mir gefällt ist meist zu klein oder zu groß. Auch hier musste ich viel abändern und anpassen. Zugeschnitten habe ich bereits, wenn auch vorerst nur fürs Probestück. Erhöhte Schwierigkeiten stehen mir dann beim nähen bevor, denn eine genaue Anleitung gibt es nicht. Schnittmuster, techn. Zeichnung und Modelfoto, das wars. Da ich noch nie in der Form eine Bluse genäht habe, wird es spannend bleiben, da ich vorhabe die Bluse so zu nähen, das sie auch von innen gut aussieht. Ich bin aber guten Mutes und hoffe bald die Zeit zum nähen zu finden. Stoff für den Endschnitt habe ich bereits gekauft.

Kniebundhose war bereits beim letzten Treffen weggefallen.

Jacke für den Übergang:

Hier gab es eine überraschende Wendung. Wir waren zum Skilanglaufen in Tschechien. Kurz vor der polnischen Grenze ist mir dann eingefallen, das mein Jacke noch daheim am Haken hängt. Verdammt!

Ich hatte zwar eine etwas wärmere Stoffjacke eingepackt, aber die war nicht Wetterfest. Passenderweise kamen wir dann bei einem Stadtausflug an einem netten Geschäft vorbei, das zusätzlich auch noch gnadenlos reduziert hatte. Kurz: Ich hab jetzt ne neue Jacke, die den Ansprüchen an eine Übergangsjacke locker gerecht wird. Jacke entfällt vorerst, auch weil mir bei Betrachtung der technischen Zeichnung der gewählte Schnitt nicht mehr gefiel und ich mich eh noch umorientieren wollte.

Bleibt last but not least die Kochschürze auf die ich grade überhaut gar kleine Lust habe. Keine Ahnung wohin sich das entwickelt.

Zusammenfassend stelle ich fest das ich bisher weniger geschafft habe als geplant, obwohl ich meinen Plan eigentlich schon mit straff gezogener Handbremse festgelegt hatte. Zusätzlich ziehe ich grade mit dem Nähzimmer um und das Kleine Kind hat am Ende des Monats Geburtstag (auch hier harren noch 2 angedachte Projekte ihres Beginns). Im Moment bin ich glaub ich froh, wenn ich das Baumwollhemd noch soweit in trockene Tücher bekomme, das der Schnitt am Ende passt und noch ein zweites Shirt fertig wird. Da aber genau bei den Oberteilen der größte Bedarf besteht bin ich insgesamt zufrieden. Das Brot und Butter nähen wird sich bei mir sicher noch über das gesamte Jahr ziehen (und noch weiter…)

Wie es bei den anderen aussieht, sieht man hier

Liebe Grüße

Rike

 

# brotundbutter das Erste – Einmal durchs Tal der Tränen und zurück in die Sonne

Da das Echo im Kleiderschrank, speziell im Oberteilfach, kaum noch zu ertragen ist, habe ich mich zuerst der Herstellung derselben zugewand.

Wie angekündigt hatte ich mich für einen Schnitt aus der Burda Nr. 9/15 entschieden.  Ich hatte ihn bereits einmal ausprobiert und wusste daher wo es kneift und zwickt. Also ran ans Werk.

Burda 9/2015 Modell132A
Burda 9/2015 Modell132A

Ich hab mich selbst vermessen, mir den entsprecheden Schnitt rausgesucht und angefangen den Originalschnitt meinen Figurbesonderheiten anzupassen. Dazu musste ich den Brustabnäher versetzen und den Rücken um 2 cm einkürzen. Im Anschluss habe ich das ganze noch ein wenig in der Hüfte verschmälert.

Da ich das in dieser Form das erste mal gemacht habe (ich nähe bisher vorwiegend Kindersachen, die passen irgendwie immer) habe ich zuerst ein Probemodel genäht. Den Stoff hatte ich noch rumliegen, ein dunkelblauer Interlockjersey aus einem Fehlkauf. Der ist irgendwie grauslig, mir gefällt eigentlich nichts an dem Stoff, die Farbe ist zu dunkel, die Oberfläche hässlich und Fussel zieht der quasie wie ein Magnet an.  Schlussendlich, fallen tut er auch nicht schön.

Entsprechend frustrierend war dann auch das nähen. Ich hab mir zwar trotzdem große Mühe gegeben nicht schlampig zu arbeiten, aber ich bin die ganze Zeit davon ausgegangen das hier maximal ein Schlafshirt bei abfällt. Einzig die Hoffnung, das dieses dann am Ende perfekt sitzt hat mir die Kraft gegeben es fertig zu nähen.

Tja und dann,  allen Wiedrigkeiten zum Trotz, bin ich maximal zu Frieden. Angezogen und wohlgefühlt. Ein BrotundButter-Klassiker würde ich sagen. Den Brustabnäher werd ich noch etwas beobachten, bevor ich mich an weitere Modelle wage und auch an der Gesamtlänge lässt sich noch einiges variieren, aber ich denke da folgen noch einige mehr. Farbenfröhlichere auf jeden Fall.

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Die Ärmel werd ich an der Ärmelkugel, noch etwas verkleinern müssen, da steht noch zu viel Stoff. Sonst bin ich aber absolut und rundherum zu frieden.

Netterweise hat der beste Woll-und Kurzwarenladen der Welt, der glücklicherweise nur einmal ums Eck liegt, seit neuestem auch Stoffe im Angebot. Wie ich Montag feststellen durfte ist die Stoffauswahl angenehm übersichtlich und passt genau in mein Beuteschema. Da werd ich wohl nachher noch mal vorbeischleichen.

Euch einen schönen Tag

Rike